Rechte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche: Neue Projektstelle stärkt die Beratung für minderjährige Betroffene

Grafik: Betroffenenberatung Niedersachsen

Als Träger der Betroffenenberatung Niedersachsen veröffentlichen wir an dieser Stelle eine Mitteilung von betroffenenberatung.de:

Die Betroffenenberatung Niedersachsen baut ihr Angebot für von rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt betroffene Kinder und Jugendliche weiter aus. Eine neu eingerichtete Projektstelle widmet sich bis Ende des Jahres der kind- und jugendgerechten Ausrichtung von Materialien und der Unterstützung in der Beratung von minderjährigen Betroffenen.

Bereits die Jahresstatistik 2024 hat gezeigt: Auch Kinder und Jugendliche sind von rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt betroffen. Dort betrug der Anteil der Betroffenen unter 18 Jahren fast 25%. „Für uns war das ein klares Zeichen zu handeln und eine Projektstelle einzurichten, die sich gezielt um den Ausbau der Beratung für betroffene Kinder und Jugendliche kümmert“, so Projektleiterin Ayşe-Nur Yalçınkaya. Mit den geplanten Materialien soll die Beratungsqualität verbessert und die besonderen Bedürfnisse von jungen Betroffenen noch stärker in den Fokus genommen werden.

Zielgruppe benötigt niedrigschwelligen Zugang und besondere Schutzräume

Hierzu gehöre auch, dass ein niedrigschwelliger Zugang ermöglicht werde, so Yalçınkaya weiter: „Kinder und Jugendliche, die rechte, rassistische oder antisemitische Gewalt erleben, brauchen besondere Schutzräume und eine Beratung, die ihre Perspektiven und Bedürfnisse ernst nimmt. Und auch die Berater*innen profitieren von zielgruppenspezifischen Materialien und Leitfäden, um der Lebensrealität und den Bedürfnissen Minderjähriger gerecht zu werden.“

Projektstelle aus Mitteln der Politischen Liste finanziert

Finanziert werde die Stelle mit Landesmitteln aus der sogenannten Politischen Liste: „Wir freuen uns sehr, die Beratung mit den Landesmitteln weiter ausbauen und Kindern und Jugendlichen zukünftig eine noch gezieltere Unterstützung zukommen lassen zu können“, sagt auch Pressesprecherin Anna Eschbaum. In Arbeit ist die Erstellung neuer Materialien wie Infobroschüren und Flyer, die direkt in der Beratung herausgegeben, aber auch im Zuge einer Infokampagne an ausgewählten Stellen ausgelegt werden sollen.

Über die sogenannte Politische Liste können die Regierungsfraktionen des Landes jeweils zum Jahresende zusätzliche Fördermittel für verschiedene Projekte bereitstellen. Die Betroffenenberatung Niedersachsen wurde Ende letzten Jahres mit 250.000€ gefördert.

Betroffene rechter, rassistischer oder antisemitischer Gewalt finden Unterstützung bei der Betroffenenberatung Niedersachsen. Die Beratung ist vertraulich, kostenfrei, auf Wunsch anonym und richtet sich auch an Zeug*innen, Angehörige und das Umfeld von Betroffenen.

Pressekontakt:
Anna Eschbaum
Pressesprecherin
Betroffenenberatung Niedersachsen. Beratung bei rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt

0157 39397708
presse@betroffenenberatung.de

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