„Rassismus“ im Autokino


Osnabrück, 18. Juni 2020. In Kooperation mit dem Autokino-OS präsentiert der Verein Exil am 22. Juni das Roadmovie „Queen & Slim“. Regisseurin Melina Matsoukas thematisiert darin das Leben im „Black America“, in dem eine Verkehrskontrolle für die Protagonisten Queen und Slim zum Verhängnis wird: Aus Notwehr tötet Slim den weißen Polizisten, der die beiden zuvor ungerechtfertigt und brutal belästigt hatte. Die Anwältin und der Schuhverkäufer ergreifen die Flucht und werden bald landesweit bekannt als unfreiwillige Helden der Black Lives Matter-Bewegung. „Die Themen Rassismus und Diskriminierung waren für uns als Kinobetreiber schon immer wichtig. Wir waren uns allerdings nicht sicher, ob gesellschaftskritische Filme auch im Autokino funktionieren“, erklärt Philipp Steffen vom Cinema-Arthouse. Angesichts des brutalen Mordes an George Floyd und der weltweiten Protestbewegung, die auch Osnabrück erreicht hat, hätten sie sich jetzt entschieden, das Thema ins Programm aufzunehmen. Der ursprünglich vorgesehene Kultfilm „The Big Lebowski“ musste dafür weichen.

Filmgespräch mit Yvan Audrey, Du’A Zeitun, Ambachew Addisu Anjulo und Badreldeen Babiker

Vor Beginn des Films um 22.15 Uhr organisiert der Osnabrücker Verein Exil um 21.15 Uhr ein Filmgespräch mit Menschen aus Osnabrück, die in ihrem täglichen Leben Rassismus erfahren. „Wir wollen zeigen, dass Rassismus nicht nur ein Problem in den USA ist, sondern auch hier bei uns passiert – und das jeden Tag“, so Exil-Geschäftsführerin Sara Höweler. Gemeinsam mit Exil-Vorstandsmitglied Ceylan Sert wird sie das Filmgespräch moderieren. Ihre Gesprächspartner auf der Bühne sind Ambachew Addisu Anjulo (Referent in der antirassistischen Bildungsarbeit für das Eine Welt Netz NRW), Badreldeen Babiker (Mitglied des Migrationsbeirats der Stadt Osnabrück), Du’A Zeitun (Expertin für interkulturellen und interreligiösen Dialog, bekannt aus „Hart aber Fair“), und Yvan Audrey (Organisator der „Silent Demo“ gegen Rassismus im Osnabrücker Schlossgarten).

Benefiz für Exil: Karten gibt es nur im Vorverkauf

Karten gibt es nur im Vorverkauf auf www.autokino-os.de. Einen Teil des Erlöses aus den Ticketverkäufen erhält Exil als Spende.