Landesbeauftragter gegen Antisemitismus besucht Exil

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Gruppenbild mit Exil-Geschäftsführerin Marlene Schriever, Berater Ambachew Anjulo und Antisemitismusbeauftragtem Dr. Franz Rainer Ernste

Exil-Geschäftsführerin Marlene Schriever und Berater Ambachew Anjulo informierten über die Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt – Enste: „Wichtiger Bestandteil der Aufarbeitung“

Osnabrück, 13. September 2021. Herzlich willkommen in Osnabrück: Heute hat uns der Landesbeauftragte gegen Antisemitismus und für den Schutz jüdischen Lebens, Dr. Franz Rainer Enste, besucht. Im Fokus: Die Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt. Nach einem Besuch bei der Jüdischen Gemeinde Osnabrück und der Besichtigung des Felix-Nussbaum-Hauses informierte sich der Landesbeauftragte in unserer Geschäftsstelle in der Möserstraße über unsere Beratungsschwerpunkte.

„Schaffung von Schutz- und Rückzugsräumen nach traumatischen Erlebnissen“

Die im letzten Jahr gestartete Betroffenenberatung richtet sich an Menschen, die rechte, rassistische oder antisemitische Gewalt erlebt haben und unterstützt Betroffene, Angehörige und Zeug*innen u.a. bei der emotionalen Aufarbeitung oder der Anzeigenerstattung. „Insbesondere die Schaffung von Schutz- und Rückzugsräumen ist nach solch teils traumatischen Erlebnissen ein wichtiger Bestandteil der Aufarbeitung“, lobte Enste. So sei es in jeder Form zu begrüßen, dass Niedersachsen vor dem Hintergrund der in diesem Zusammenhang stehenden zunehmenden gesellschaftlichen Herausforderungen über so ein Beratungsangebot verfügt.

„Stärkung des Miteinanders schafft Respekt und Toleranz“

Seit Juli 2020 ist Exil e.V. Träger der Betroffenenberatung in Nordwest-Niedersachsen. Von den vielfältigen Angeboten und Projekten des Vereins zeigte sich Enste sichtlich beeindruckt. Er lobt insbesondere den Einsatz für ein starkes Miteinander: „Die Stärkung des Miteinanders schafft Respekt und Toleranz für andere Menschen. Das ist der Kitt unserer heutigen Gesellschaft!“ Wir bedanken uns für den spannenden Austausch und freuen uns, dass das Land Niedersachsen und speziell das Landes-Demokratie-Zentrum unsere Arbeit im Bereich der Betroffenenberatung weiter finanziell fördert.

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