HorizonLAB: Neues Projekt stärkt Frauen, Kinder und LSBTIQ*-Geflüchtete in Bramsche-Hesepe

Raum für Ruhe, Bewegung und neue Kraft: Traumasensibles Yoga für geflüchtete Frauen gehört zu den Angeboten des Projekts HorizonLAB in der Landesaufnahmebehörde Bramsche-Hesepe. Foto: Exil e.V.
Kultur, Teilhabe und Empowerment: Unterstützung dort, wo sie gebraucht wird
Seit Januar 2026 unterstützt das Projekt „HorizonLAB“ besonders schutzbedürftige Geflüchtete im Ankunftszentrum Bramsche der Landesaufnahme Niedersachsen. Im Mittelpunkt stehen Frauen, Kinder, Jugendliche sowie LSBTIQ*-Geflüchtete. Ziel ist es, gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen, persönliche Ressourcen zu stärken und geschützte Räume für Begegnung und Austausch zu schaffen. Da das Ankunftszentrum außerhalb von Osnabrück liegt, sind viele Freizeit-, Kultur- und Unterstützungsangebote für die dort lebenden Menschen nur schwer erreichbar. HorizonLAB setzt deshalb direkt vor Ort an: Mit traumasensiblem Yoga, interkulturellen Tanz- und Kochkursen sowie theaterpädagogischen Workshops schafft das Projekt Möglichkeiten für Gemeinschaft, Selbstbestimmung und neue Erfahrungen. Ergänzt wird das Angebot durch einen queeren Treff außerhalb der Landesaufnahmebehörde.
Schutz besonders vulnerabler Gruppen
Die Angebote werden gut angenommen. Sozialarbeiterin Gesa Behrens, die im Projekt für den Bereich Empowerment zuständig ist, sieht allerdings noch deutlich mehr Bedarf, als das Projekt derzeit abdecken kann: „Gerade in einer Einrichtung wie dem Ankunftszentrum Bramsche leben Menschen mit ganz unterschiedlichen Bedürfnissen, die wir mit unseren Angeboten unterstützen können.“ Besonders wichtig sei es dabei, die Bedürfnisse und den Schutz besonders vulnerabler Gruppen zu berücksichtigen und entsprechende Angebote in einem geschützten Rahmen zu gestalten. „Wenn man vor Ort ist, wird die Lebensrealität der Menschen dort deutlich“, erklärt Behrens. „HorizonLAB ist für die Menschen in der Landesaufnahmebehörde von großer Bedeutung.“
Beratung schafft Orientierung und Sicherheit
Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts ist die Beratung von LSBTIQ*-Geflüchteten. Im Rahmen von „HorizonLAB – Schutz für LSBTIQ*-Geflüchtete“ bietet Louis Klausnitzer Unterstützung bei asylrechtlichen, psychosozialen und sozialrechtlichen Fragen. Das Angebot richtet sich sowohl an Betroffene als auch an Fachberater*innen und ehrenamtliche Begleitpersonen. Die Beratung ist auf Deutsch, Englisch und Französisch möglich. Bei Bedarf können weitere Sprachen hinzugezogen werden. Ermöglicht wird das Projekt durch eine Förderung des Landes Niedersachsen und des LSVD⁺ – Verband Queere Vielfalt.



