Wirkung, die bleibt: Projekt AMBA+ hat viel erreicht

Drei Jahre Engagement für bessere Aufnahmebedingungen und eine sensiblere Beratungspraxis in Niedersachsen

Im November ist nach fast drei Jahren das Projekt AMBA+ zu Ende gegangen, das bei uns im Bereich Bildungsarbeit angesiedelt war. Gemeinsam mit dem Flüchtlingsrat Niedersachsen und weiteren Partnerorganisationen aus der Migrations- und Bildungsarbeit haben wir daran gearbeitet, die Aufnahmebedingungen für besonders vulnerable geflüchtete Menschen in Niedersachsen nachhaltig zu verbessern.

Ein zentraler Schwerpunkt von AMBA+ lag auf der Beratung von LGBTQIA+*-Geflüchteten – sowohl in Osnabrück als auch in der Erstaufnahmeeinrichtung Bramsche-Hesepe. Ergänzend dazu bot das Projekt Fachberatungen für Träger an und organisierte Fortbildungen für haupt- und ehrenamtlich Engagierte. Insgesamt konnten so mehr als 450 Fachkräfte erreicht und in ihrer praktischen Arbeit unterstützt werden.

Ein wichtiger Meilenstein des Projekts ist der neu entwickelte „Leitfaden für die Beratung Asylsuchender“. Das Nachschlagewerk soll die Beratungspraxis stärken und dazu beitragen, den Ankommensprozess für Asylsuchende zu erleichtern. Der Leitfaden steht hier zum Download zur Verfügung: https://exilverein.de/wp-content/uploads/2025/12/Leitfaden-fuer-die-Beratung-Asylsuchender-1.pdf-1.pdf

Besonders bedeutsam ist, dass die Perspektiven von Asylsuchenden selbst in die Erstellung des Leitfadens eingeflossen sind. In mehreren Interviews schilderten Betroffene ihre Erfahrungen, Herausforderungen und Bedarfe. Diese Einblicke wurden gezielt aufgegriffen und als Impulse für eine sensiblere und praxisnahe Beratung integriert.

Begleitend zum Projekt entstand außerdem die Portraitreihe „Menschen im Exil“. Sie rückt persönliche Geschichten von Flucht und Ankommen in den Mittelpunkt und gibt Menschen aus ganz Niedersachsen Raum, ihre Erfahrungen in ihren eigenen Worten zu erzählen.
Alle Portraits sind abrufbar unter: www.menschenimexil.de

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